Motivation

Rufen Ideen positive Gefühle in uns hervor, so sind wir motiviert, diese Gefühle zu erleben und streben danach, sofern wir können. Die Idee ist überhaupt noch nicht umgesetzt, doch die positiven Gefühle sind schon ausgelöst – dieser Effekt ist, was Motivation im Kern ausmacht. Die mit positiven Gefühlen verknüpfte Vision, die Idee, wie «es» sein soll, ist wonach wir streben und unsere Motivation ausmacht.

Allerdings müssen die Ideen auch realistisch und umsetzbar sein, ansonsten wirken sie nicht motivierend, sondern können früher oder später zu grosser Frustration führen. Die treibende Kraft ist nicht die Idee an sich, sondern das damit verbundene Gefühl . Wird die Idee nicht in Verbindung mit einem positiven Gefühl geboren , ist kein Antrieb vorhanden, um sie Realität werden zu lassen.

Motivation und Gefühle

Ideen müssen keineswegs immer mit positiven Gefühlen verbunden sein. Der Mechanismus bleibt auch mit negativen Gefühlen der gleiche, einfach in umgekehrte Richtung: Bei einer negativ besetzten Vorstellung orientieren wir uns von dieser weg oder daran vorbei. Das kann auch für Unternehmen zum Problem werden, wenn sie ihre Ziele gegen die Motivationen der Mitarbeitenden definieren. Die Mitarbeitenden machen nur das, was sie müssen, wenn überhaupt. Viele Führungskräfte basieren ihre Entscheidungen und Ziele fürs Team auf Berechnungen und betriebswirtschaftlichen Modellen, die nicht ausreichen, um das Wechselspiel von Emotionen, Gefühlen und Gedanken zu verstehen, die relevant sind für Motivation und Antrieb. Auch wirtschaftliche Ziele können durch mehr Verständnis des Menschen besser erreicht werden.

Ideen, die wir mit positiven Gefühlen verbinden, lösen schon vor der Umsetzung oder vor dem bewussten Entscheiden bereits körperliche Reaktionen aus. Bei einer positiv besetzten Vision lächeln wir, obwohl wir uns nicht bewusst dazu entschieden haben. Das Lächeln ist eine emotionale, körperliche Reaktion.

Hemmschwellen

Motiviert durchs Leben zu gehen, ist beschwingend und kann gleichzeitig inspirierend für andere sein. Dennoch hält uns etwas bei gewissen Vorhaben immer wieder zurück. Ist die Angst unser innerer Gegenspieler zur Motivation?

Angst ist diffus und unklar, Furcht ist auf etwas Bestimmtes gerichtet und beides sind Gefühle.

Diese entstehen durch die körperlichen Reaktionen auf die Umgebung, welche anschliessend interpretiert werden. In Bezug auf Motivation ist Angst eine wichtige Orientierungshilfe, die nicht ignoriert oder verdrängt werden sollte. Sie kann dabei helfen, unrealistische oder unsichere Ideen anzupassen oder zu verwerfen. Wenn eine Idee negative Gefühle wie Angst hervorruft und als nicht-motivierend empfunden wird, ist dies eine Möglichkeit die Unsicherheiten und Ängste genauer zu beleuchten und besser zu verstehen.

Da wir in verschiedenen Arten von Beziehungen – von der romantischen Liebesbeziehung bis hin zum Arbeitsplatz – dazu gehören wollen, müssen wir die Ideale, Werte und Regeln von verschiedenen Umgebungen berücksichtigen. Dies führt oft dazu, dass wir uns nicht trauen, einer durchaus motivierenden Idee zu folgen. Es gibt gesellschaftliche Grenzen, ob wir wollen oder nicht. Genauso eingrenzend die spezifischen Ideale und Regeln sein können, können diese auch unsere Motivation verstärken, ja beflügelnd wirken. Dies passiert dann, wenn unsere Ideen mit den Werten der jeweiligen Umgebung zusammenpassen. Die Zugehörigkeit wird dann intensiviert, wir sind motiviert, engagieren uns und werden gleichzeitig als Individuum respektiert.

Die Idee mit den positiven Gefühlen wird zum tragenden Element des Wohlbefindens, denn sie ist der Motor der Motivation.